Die 6 Prüfungsfächer
Die Fischerprüfung besteht in allen Bundesländern aus 60 Multiple-Choice-Fragen aus 6 Fachgebieten. Du brauchst mindestens 45 richtige Antworten zum Bestehen.
Fischkunde
~10 FragenFischarten erkennen (40–60 Arten), Anatomie, Lebensraum, Fortpflanzung und Ernährung. Der umfangreichste Teil der Prüfung.
Gewässerkunde
~10 FragenGewässertypen (Fließ-/Stillgewässer), Wasserchemie, Ökologie, Pflanzenwelt und Gewässerschutz.
Gerätekunde
~10 FragenRuten, Rollen, Schnüre, Haken, Köder. Richtige Montage und Zusammenstellung der Ausrüstung.
Gesetzeskunde
~10 FragenFischereigesetze, Schonzeiten, Mindestmaße, Fangbegrenzungen, Erlaubnisscheine und Verbote.
Tierschutz
~10 FragenWaidgerechtes Angeln, Betäuben (Kopfschlag), Töten (Herzstich/Kiemenschnitt), Hälterung, Catch & Release Regeln.
Naturschutz
~10 FragenSchutzgebiete, geschützte Arten, Invasive Arten, Umweltpflicht des Anglers, Ufervegetation.
Prüfungsformat je Bundesland
| Bundesland | Fragen | Bestanden | Praktisch | Online-Kurs |
|---|---|---|---|---|
| Bayern | 60 | 45 richtig | Ja | ⚠️ Teilweise |
| NRW | 60 | 45 richtig | Nein | ✅ |
| Berlin | 60 | 45 richtig | Nein | ✅ |
| Baden-Württemberg | 60 | 45 richtig | Ja (Pflicht) | ✅ (+ Praxistag) |
| Schleswig-Holstein | 60 | 45 richtig | Nein | ✅ |
| Hamburg | 60 | 45 richtig | Nein | ❌ Nur Präsenz |
Vorbereitung in 6 Schritten
Online-Kurs buchen
Wähle einen anerkannten Anbieter (Fishing-King, Anglerschmiede). Prüfe die Anerkennung in deinem Bundesland.
Theorie lernen (2–6 Wochen)
Alle 6 Fachgebiete durcharbeiten. Die meisten Kurse bieten Lernvideos, Karteikarten und Übungsfragen.
Übungsfragen machen
Mindestens 3× den kompletten Fragenkatalog durcharbeiten. Ziel: >90% richtig in Übungstests.
Praxistag absolvieren (falls Pflicht)
In BW, HE, RP, SN, SL und NRW(optional). Rutenzusammenstellung + Fischbestimmung + Knotenkunde.
Prüfungstermin buchen
Über die Fischereibehörde oder den Kursanbieter. Personalausweis nicht vergessen!
Prüfung bestehen!
60 Fragen, 45 richtige = bestanden. Ergebnis meist sofort. Bei Nichtbestehen: Wiederholung möglich.
Praxistag: Wer braucht ihn?
- Baden-Württemberg: 8 Stunden, €150 — der teuerste
- Rheinland-Pfalz: €95
- Sachsen: €70
- Hessen: €60
- Saarland: €27 (Pflichtpraktikum)
- NRW: €49 (freiwillig, aber empfohlen)
Lerntipps für die Fischerprüfung
- Fischarten zuerst: Fischkunde hat die meisten Fragen. Lerne Bilder der wichtigsten 40 Arten.
- Übungstests machen: Die Prüfungsfragen stammen aus einem festen Katalog. Je mehr du übst, desto sicherer bist du.
- Karteikarten nutzen: Die meisten Online-Kurse bieten digitale Karteikarten. Ideal für unterwegs.
- Gesetzeskunde nicht unterschätzen: Viele Durchfaller scheitern an den Rechtsfragen. Lerne Schonzeiten und Mindestmaße.
- Tierschutz-Reihenfolge: Betäuben (Kopfschlag) → Töten (Herzstich oder Kiemenschnitt) — diese Reihenfolge wird immer gefragt.
Häufig gestellte Fragen
Wie schwer ist die Fischerprüfung?
Mit guter Vorbereitung bestehen über 95% der Teilnehmer im ersten Anlauf. Die Fragen sind Multiple-Choice und stammen aus einem bekannten Fragenkatalog (300–1.000 Fragen je Bundesland). Wer den Kurs ernst nimmt und die Übungsfragen durcharbeitet, besteht problemlos.
Wie lange muss ich für die Prüfung lernen?
Die meisten Teilnehmer lernen 2–6 Wochen (ca. 30–60 Stunden). Bei täglicher Lernzeit von 1–2 Stunden bist du in 3–4 Wochen prüfungsbereit. Online-Kurse ermöglichen flexibles Lernen.
Was passiert, wenn ich die Prüfung nicht bestehe?
Du kannst die Prüfung wiederholen. Die Wartezeit beträgt je nach Bundesland 2–4 Wochen. Wiederholungsgebühr: meist der reguläre Prüfungspreis. Es gibt keine Begrenzung der Versuche (Ausnahme: BW max. 3×/Jahr).
Gibt es die Prüfung auf Englisch?
Nein, die Fischerprüfung wird in allen Bundesländern ausschließlich auf Deutsch abgelegt. Alternativ: Touristenfischereischein in 4 Bundesländern (ohne Prüfung).
Brauche ich einen Praxistag?
Das hängt vom Bundesland ab. Pflicht in: Baden-Württemberg (8h, €150), Hessen (€60), Rheinland-Pfalz (€95), Sachsen (€70), Saarland (€27). Optional in NRW (€49). In allen anderen Bundesländern nicht nötig.